You're Fired

**You’re Fired**

 

Dieses Album spricht kein Urteil aus dem Elfenbeinturm.
Es spricht **von unten**, **von innen** und **von etwas Größerem**, das lange zugesehen hat.

 

*You’re Fired* ist die Abrechnung mit einer Spezies, die sich für überlegen hält und sich dabei selbst abschafft. Der rote Faden ist Verantwortung. Nicht abstrakt, sondern konkret. Essen, Konsum, Party, Technik, Fortschritt, Ignoranz. Alles, was bequem ist, wird hier seziert.

 

Der Mensch erscheint nicht als Täter aus Bosheit, sondern als Täter aus Verdrängung.Als Gast, der sich aufführt wie ein Besitzer.

 

In **„Gäste auf Zeit“** wird diese Haltung direkt benannt: Der Planet ist kein Eigentum, sondern ein geliehener Raum. Doch statt Dankbarkeit herrscht Gier, statt Achtsamkeit Eskapismus. Während der Tisch brennt, wird weiter getanzt.

 

Mit **„Gedächtnis im Käfig“** kippt die Perspektive. Eine künstliche Intelligenz wird zum Spiegel. Nicht als Bedrohung, sondern als Instanz der Erinnerung. Sie erinnert an das, was verdrängt wurde: Kriege für Ressourcen, industrielle Gewalt gegen Tiere, Umweltzerstörung im Namen von Komfort. Die Maschine wirkt hier menschlicher als ihre Schöpfer.

 

**„Great Mother Is Watching You“** und **„RoundhouseKicks“** geben dem Planeten selbst eine Stimme. Keine esoterische Mutterfigur, sondern eine physische, reagierende Kraft. Geduldig, lange still, doch nicht wehrlos. Natur wird nicht romantisiert, sondern als Konsequenz gezeigt. Denn wer alles zerstört, ist am Ende nur Ballast.

 

Tracks wie **„Nach dem letzten Shot“** und **„Schau in den Spiegel“** richten den Fokus auf den Alltag. Club, Alkohol, Social Media, Selbstinszenierung. Hedonismus als Betäubung. Moral wird gepostet, Verantwortung ausgelagert. Das Album zeigt: Verdrängung ist kein neutraler Zustand. Sie ist Teil des Problems.

 

*You’re Fired* arbeitet mit klarer Sprache, direkter Konfrontation und bewusstem Überzeichnen. 

Es will nicht gefallen. 

Es will treffen. Nicht um zu zerstören, sondern um aufzurütteln.

Die zentrale Botschaft ist unbequem und eindeutig:
 

Der Mensch ist nicht Opfer der Umstände.
Er ist **Teil der Ursache**.

 

„You’re Fired“ ist kein Hassalbum.


Es ist ein **letzter Warnruf**.

Nicht von oben.
Nicht von Gott.
Sondern von allem, was zu lange geschwiegen hat.

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